Castel Sant’Elmo & Certosa di San Martino

  • Wer  nicht neugierig ist,
    erfährt nichts.

    (Johann Wolfgang von Goethe)

    Castel Sant'Elmo, Neapel, Italien
    Castel Sant’Elmo

    Der Sommer ist in Italien zurück und wir genießen das herrliche Wetter mit einem Ausflug nach Neapel zum Castel Sant’Elmo. Mit dem Zug fahren wir bis zur Station Montesanto, dann mit dem Funicolare, der Standseilbahn, zur Station Morghen auf dem Vomero Hügel, wo sich die Burg Sant’ Elmo und das Kloster San Martino befinden.

    Kartause San Martino, Kartause San Martino
    Kartause San Martino

    Da jeden ersten Sonntag im Monat Italiens staatliche Museen kostenfrei besichtigt werden können, müssen wir weder in der Burg noch im Kloster einen Eintritt bezahlen. Was für ein schönes Angebot! Wir besichtigen die Burg, das Museum und genießen den grandiosen Ausblick auf Neapel, den Vesuv und die Umgebung.

    Der Bau der Festung begann 1329 und wurde 1343 abgeschlossen. Die Festung ist sternförmig mit sechs Wällen angelegt, was die Verteidigung einfacher macht. San’Elmo war auch ein Symbol der nur kurz währenden Neapolitanischen Republik von 1799. Von 1860 bis 1952 war die Festung ein Militärgefängnis und blieb danach noch bis 1979 in Militärbesitz. Nach mehrjährigen Renovierungsarbeiten ist das Castel San’Elmo seit 1982 öffentlich zugänglich.

    Danach schlendern wir durch das barocke Kloster Certosa di San Martino: die Kirche, die Säulengänge und das dortige Museum.


Das Blutwunder des San Gennaro

  • Umzug San Gennaro, Neapel, Italien
    Umzug San Gennaro

    Am 19. September jeden Jahres wird im Dom von Neapel für das Eintreten des Blutwunders des San Gennaro gebetet. Das Blutwunder ist die Verflüssigung des Blutes des Heiligen. Wenn dies passiert, bedeutet das eine glückliche Zukunft für Neapel. Vor Katastrophen ist es tatsächlich einige Male ausgeblieben, etwa beim Ausbruch der Cholera 1973 oder vor dem schweren Erdbeben im Jahr 1980. San Gennaro ist der Schutzpatron Neapels und der 19. September ist hier ein offizieller Feiertag und wird mit einem Gottesdienst und Umzügen gefeiert.

    Vor dem Gottesdienst werden in einer Prozession Heiligenfiguren durch die Altstadt getragen. Angeführt wird die Prozession von der Silberbüste des San Gennaro, gefolgt von der Heiligen Teresa, Lucia und Patrizia und anderen Heiligen. Die Neapolitaner versuchen die Reihenfolge der Statuen zu erraten. Dem persönlichen Lieblingsheiligen wird besonders laut applaudiert und man hofft, dass er so einen vorderen Platz in der nächsten Prozession einnehmen wird.

    Rund um den Dom gibt es einen Markt mit Süßigkeiten, Maiskolben und Kastanien, aber auch kleine Figuren des Heiligen und allerlei Kitsch. Beliebt ist süße Torrone, eine Gebäck aus gerösteten Nüssen und Mandeln in karamellisiertem Zucker.

    Auch Abends findet eine kleine Prozession statt, die wir mit Freunden beinahe verpasst haben, da es nicht so spektakulär war, wie erwartet.


Museo Archeologico Nazionale

  • Für heute haben wir den Besuch des Archäologischen Museums in Neapel geplant. Judit und ich fahren mit dem Zug von Pozzuoli zur Station Cavour in Neapel. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Museum. Wir lassen uns Zeit, bewundern die Statuen und Mosaike. Ein Audioguide hilft leider nur begrenzt, alle Informationen zu erhalten, da nicht alle Ausstellungsstücke oder Räume erklärt werden. Meiner Meinung nach kann man sich diesen sparen und man liest die Informationstafeln. Zwischendurch schleichen sich auch zeitgenössische Kunstwerke in die Ausstellungen, die uns manchmal überlegen lassen, was uns der Künstler sagen möchte.

    Nachdem wir mehrere Stunden im Museum genossen haben, beschließen wir, die Aussicht vom Capodimonte zu genießen, doch leider ist der Park heute geschlossen. So spazieren wir durch die neapolitanischen Straßen, wo Wäsche an den Balkonen hängt, die Motorroller am Straßenrand parken und sich Straßenaltäre mit Graffiti oder einer Wandmalerei von Maradona abwechseln, zurück zur Station Cavour.


Napoli Sightseeing

  • Das Wetter ist herrlich, es ist angenehm mild und sonnig, sodass wir heute wieder mit dem Zug nach Neapel reinfahren. Wir laufen durch enge Straßen, immer bedacht, nicht von Autos oder Motorrollern überfahren zu werden.

    Dann starten wir unsere Sightseeing-Tour an der Kathedrale von Neapel, dem Duomo di Santa Maria Assunta. Weiter geht es über die Krippenstrasse, wo wir die wunderbar geschnitzten Holzfiguren und Krippen bewundern. Auch das napolitanische Cornicello gibt es dort zu kaufen. Wir spazieren weiter am Archäologischen Nationalmuseum vorbei, welches wir an einem Regentag besuchen möchten.

    Über die Piazza Dante schlendern wir die Via Toledo, die bekannte Einkaufsstraße, entlang bis zur Galleria Umberto, eine Einkaufspassage, und weiter zum Palazzo Reale (Museum und Nationalbibliothek). Gegenüber befindet sich die Kirche San Francesco di Paola. Die Sonne steht schon tief und es wird kühl, sodass wir zum Bahnhof zurücklaufen.

    Leider sind einige Kirchen am Nachmittag geschlossen, sodass wir nicht alle auf dieser Route besichtigen können. Aber von Pozzuoli aus sind wir ja schnell in Neapel, sodass wir uns mit Sicherheit dort öfter die Zeit vertreiben werden.

    An diesem Tag kosten wir übrigens die lustig aussehenden Struffoli, frittierte Gebäckkugeln, die wir allerdings zu süß finden. Die Sfogliatella frolla schmeckt uns da schon viel besser.


Napoli Sotterranea

  • Napoli Sotterranea, Neapel, ItalienEigentlich planen wir heute den Besuch eines Museums in Neapel, aber die Tickets sind bei dem trüben Wetter ausverkauft. Also disponieren wir um und begeben uns in die Unterwelt – in das Neapel, welches unter den Straßen und Gebäuden der Stadt existiert.

    Eine schöne Beschreibung zu den Highlights der Tour und deren Geschichte findet Ihr hier: https://www.napolisotterranea.org/en/

    Napoli Sotterranea, Neapel, ItalienÜber Treppen steigen wir in die ehemaligen Aquädukte, sehen die Belüftungsschächte, die in Kirchen münden und quetschen uns durch enge Gänge, die so schmal sind, dass wir seitwärts gehen und mit unserem Handy den Weg ausleuchten müssen. Unser Guide erzählt uns alles Wissenswerte, so auch von dem Pflanzenexperiment der Universität. Dabei wird erforscht, wie lange Pflanzen allein mit der hohen Luftfeuchtigkeit und zusätzlicher Beleuchtung überleben können. Viel spannender sind jedoch die Historie und die unterschiedliche Nutzung des Untergrund-Neapels. Zum Abschluss geht es noch in ein ehemaliges Amphitheater, welches unter der Stadt existiert. Nur einen kleinen Teil davon kann man im Keller eines privaten Wohnhauses besichtigen.

    Da es unter Neapel noch viel mehr zu entdecken gibt, stehen weitere spannende Touren auf dem Plan: https://www.storiesbysoumya.com/italy-naples-underground-city-tour/


Eisenbahnmuseum

  • Wir besichtigen das Eisenbahnmuseum in Neapel, wo auch ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Mit dem Zug fahren wir von Pozzuoli nach Neapel rein. Nur wenige Schritte sind es bis zum Museum.

    In den Gebäuden sind nur wenige Menschen, die meisten tummeln sich im Freien am Weihnachtsmarkt oder bei der Tanzshow für die Kinder. Wir bewundern vor allem die alten Dampflokomotiven, danach schlendern auch wir durch den Weihnachtsmarkt und kosten Spezialitäten. Die Sonne scheint und mir wird so warm, dass ich die Jacke ausziehen muss.

    Mit einem alten Zug geht es dann zum Hauptbahnhof von Neapel, wo wir in den modernen Zug nach Pozzuoli umsteigen.


Ostern in Neapel

Ostern in Neapel


Posillipo und Wein

Posillipo und Wein

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