Heute wäre mein erster Tauchgang an der „Elbing“ gewesen, wenn ich nicht seekrank geworden wäre. So habe ich leider auf das Tauchen verzichten müssen.

Dafür möchte ich Euch das Schiff, auf dem wir unterwegs sind, vorstellen. Es ist die NZ55 und perfekt für Taucher, vor allem technische Taucher, gerüstet. Die meisten Tauchgänge sind im 40+ m Bereich und dauern im Schnitt 2 – 3 Stunden. An Deck befindet sich ein geschützter Bereich für Taucher, wo die Ausrüstung sicher auf den Bänken steht, ein Tisch für Kleinkram und Möglichkeiten, um die Anzüge aufzuhängen. Die Ausrüstung kann gespült werden. An der Seite, wo man ins Wasser springt, ist nochmal eine breite Bank, um sich hinzusetzen und die Flossen anzuziehen. Dann bekommt man noch die Stages angeklippt und mit einem Schritt nach vorne ist man auch schon im Wasser. Nach einem langen Tauchgang braucht man nicht ins Boot klettern, denn es gibt einen Lift, der einen aus dem Wasser holt, was sehr komfortabel ist. Sobald man an Bord ist, werden einem die Stage-Flaschen abgenommen und die Flossen ausgezogen. Neben dem Lift am Heck gibt es einen Mülleimer, in dem man den Atemkalk entsorgen kann. Auf der anderen Seite ist ein Grill, den wir gestern genutzt haben, um im Sonnenuntergang den Tag ausklingen zu lassen. Auf dem Schiff besteht die Möglichkeit Luft und Sauerstoff zu füllen. Trimix und Atemkalk muss man selbst mitbringen.

Wenn wir nun ins Innere der NZ55 gehen, erblickt man gleich den Kommandostand, dahinter ist eine gemütliche Sitzecke. Ablage- und Lademöglichkeiten für elektronische Geräte oder Kameras gibt es genug. Geht man nun ein paar Stufen nach unten, steht man in der kleinen Kombüse, die mit einem Spülbecken, einer Kochstelle, Kühlschrank und einer Kaffeemaschine ausgestattet ist. Daneben befindet sich eine Toilette.

Nochmal ein paar Stufen tiefer befindet man sich auch schon im Bereich der Kabinen. Es gibt davon 4 Stück mit mehreren Betten. Ich bewohne mit Sabine die Bugkabine, welche relativ geräumig ist. In dieser Kabine befindet sich das Badezimmer, welches sich alle teilen. Dort kann man duschen und es gibt nochmal eine Toilette. Das klappt sehr gut, sodass wir uns nicht in die Quere kommen.

Wie man sieht, ist das Schiff perfekt für technische Taucher ausgestattet und man hat die Gelegenheit, Wracks zu betauchen, die kaum jemand gesehen hat. Und wer Lust hat, kann natürlich bei einer der Projektwochen von Baltic Sea Heritage Rescue Project helfen, Geisternetze zu bergen.

Danke an Kapitän Linas Duoblys für die tolle Zeit auf diesem Schiff! Ačiū!

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