Eileen und ich setzen mit der Autofähre (unter 20 EUR hin und zurück) von Klaipėda auf die Kurische Nehrung über. Die Straße auf der Kurischen Nehrung ist eine Mautstraße und kostet mit dem Auto 30 EUR.

Die Kurische Nehrung

Traditionelles Haus in Nida, Kurische Nehrung, Litauen
Traditionelles Haus in Nida

Die Kurische Nehrung ist eine Halbinsel, welche zur Hälfte zu Litauen, die andere Hälfte zu Russland gehört. Im Jahr 2000 wurde die Kurische Nehrung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Fahrt zur südlichsten Ortschaft Nida legen wir einige Fotostopps ein, wie zum Beispiel am Pinienwald oder bei einem verfallenen Haus, wo wir uns über die Szenerie eines roten Boots, eines Regenschirms und Tisches wundern. In Nida gönnen wir uns einen Snack und spazieren die Strandpromenade entlang. Wir bewundern die traditionellen Häuser mit den markanten Giebeln und beobachten die Schwäne beim Fressen.

Wanderdünen

Wanderdünen, Kurische Nehrung, LitauenZwischen Nida und Juodkrantė befinden sich die bekannten Wanderdünen. Diese entstanden durch massive Rodung. Mittlerweile gibt es wieder viele Wälder, aber ein Teil besteht immer noch aus Sanddünen, die wir ebenfalls besichtigen.

Wir wandern durch ein kleines Stück Pinienwald, bevor die Dünen beginnen. Zuerst erleichtert ein Holzsteg das Wandern, später stapfen wir durch den Sand. Eine Schulklasse macht es richtig und geht einfach barfuß diesen Weg. Es ist windig, aber am Aussichtspunkt sieht man das Meer auf beiden Seiten, der Halbinsel.

Hexenberg

Hexenberg, Kurische Nehrung, Litauen
Neringa und Naglis

Unser letzter Stopp ist der Hexenberg in Juodkrantė, wo zahlreiche Holzskulpturen stehen, die in litauischen Märchen vorkommen. So zum Beispiel die Geschichte von Neringa und Naglis:

Die Riesin Neringa war bei den Fischern beliebt, weil sie ihre schützende Hand über sie hielt. Ihr Liebster Naglis wurde vom Wellengott bedroht, weil er nicht damit einverstanden war, dass Neringa und Naglis heiraten.

Da sammelte die Riesin in ihrer Schürze Unmengen von Sand, den sie vor der Küste aufschüttete. Der Wellengott konnte toben, soviel er wollte, die Hochzeit fand hinter dem Schutzwall statt und die Fischer können seitdem im Haff fischen.

Aus Dankbarkeit nannten sie den Sandwall Neringa.

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